„Totenschmaus“ – Goldmann und Brandner, Teil 3 von Timo Leibig

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Ein Restaurant, drei Köchinnen und ein verschwundener Restaurantkritiker – was haben die miteinander zu tun? Auch im dritten Fall von Goldmann und Brandner wird es mehr als spannend!

Das so ungleiche und doch so ähnliche Kommissarduo Walter Brandner und Leonore Goldmann ist für mich eine der besten Neuentdeckungen in der Krimi- und Thrillerliga, die ich seit Beginn meines BLOGs gelesen habe. Immer wieder schaue ich mich suchend im Buchladen um, aber irgendwie finde ich es nie. Wahrscheinlich ist es immer ausverkauft, wenn ich gerade vorbeikomme, denn schon Mädchendurst und Fußabschneider waren meiner Meinung nach eine Platzierung in Augenhöhe wert.

Drei Freundinnen haben mit vereinter Kraft ein Restaurant eröffnet und alles läuft wie geschmiert, so scheint es. Elvira, Kerstin und Bärbel kennen sich schon seit ihrer Ausbildungszeit und sind ein eingeschworenes Team, in jeder Beziehung, so glauben sie.

Das „Dreierlei“ läuft sehr gut und meist muss man reservieren, wenn man noch einen Tisch haben möchte. Das Essen ist delikat und die Zutaten frisch und qualitativ hochwertig. Das weiß die Kundschaft zu schätzen. So sehr zu schätzen, dass auch die Restaurantkritik auf das Restaurant aufmerksam geworden ist.

Ferdinand von Belch ist einer der schärfsten Restaurantkritiker der Stadt und selten zufriedenzustellen. Von den Medien hofiert und von den Köchen gefürchtet – so stellt sich Ferdinand ein perfektes Leben vor. Für alles andere hat er seine „kleine Freundin“, die ihm keine Widerworte gibt und bei der er unangefochten der Größte ist! Wird er auch nur ein gutes Haar am „Dreierlei“ lassen?

Leonore Goldmann und Walter Brandner haben noch sehr an ihrem letzten Fall zu knabbern, bei dem ein Kollege lebensgefährlich verletzt wurde. Aber der Alltag hat beide schon wieder fest in den Klauen. Walter macht sich Gedanken über seine Zukunft und Leonore hadert immer noch mit ihrer Krankheit, kann sie sich doch nicht damit abfinden, und auch sie hat Angst, was die Zukunft noch so für sie bereit hält. Privat scheint sich für sie aber doch ein Lichtstreifen am Horizont abzuzeichnen, denn sie hat sich endlich entschlossen, doch mit dem Pathologen Prof. Dr. Michael Freytag essen zu gehen. Ins „Dreierlei“!

Leonore und Michael bekommen live und in Farbe mit, wie sich Ferdinand von Belch im „Dreierlei“ aufführt und wie er nicht nur die Bedienung schikaniert. Nach einem Besuch in der Küche, in die er wutschnaubend stürmt, kommt er aber nicht zurück, dabei ist das Menü noch nicht zu Ende. Leonore ist das mehr als suspekt und in ihr macht sich ein ungutes Gefühl breit.

Zwei Tage später wird Lilly, die Bedienung im „Dreierlei“, tot aufgefunden. Leonore und Walter sind zunächst ratlos. Aber irgendwie führen die Spuren ins „Dreierlei“.

Leonore geht aber auch der verschwundene Restaurantkritiker nicht aus dem Kopf und tatsächlich wird festgestellt, dass Ferdinand von Belch seit dem Besuch im „Dreierlei“ vermisst wird.

Ein vermisster Restaurantkritiker und eine tote Bedienung, kann das Zufall sein? Dann kommt auch noch ein Selbstmord hinzu, selbst für Walter ein bissel viel Zufälle, die zum „Dreierlei“ und den drei Freundinnen führen. Und dann ist da ja auch noch ein ungelöster Vermisstenfall, Jahre vorher, der zu drei Spitzenköchen führt.

Können die beiden Kommissare das Rätsel lösen und alles aufklären, und was wird mit Leonore und Michael? Hat Leonore Mut genug für die Wahrheit?

Auch dieses Buch von Timo Leibig hat mich schnell in seinen Bann geschlagen. Die Krimihandlung an sich ist sehr spanndend, auch wenn man sowohl beim Täter als auch bei den Ermittlern immer über alles genau Bescheid weiß, also von vornherein weiß, wer der Mörder ist, so nimmt das kein bissel von der Spannung weg. Wie immer sind die Protagonisten sorgfältig ausformuliert und man hat sie förmlich vor den Augen. Besonders gut gefällt mir diesmal, dass der Autor den Kommissaren noch mehr Tiefe gibt, man erfährt mehr aus dem Privatleben und man kann fühlen, wie zerrissen Leonore ist und wie schwer ihr die Entscheidung fällt, zu ihrer Krankheit zu stehen. Aber auch die tragische Geschichte der drei Freundinnen geht einem bei aller kriminellen Energie sehr nahe.

Für mich auf jedenfall absolut lesenswert und es gilt weiter in jeder Buchhandlung die Augen offen zu halten!

Wenn ich euch nun neugierig gemacht habe, dann könnt ihr das Buch von Timo Leibig als Taschenbuch zu einem Preis von 9,99 Euro bei eurem örtlichen Buchdealer kaufen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, direkt über die Website des Autors ein signiertes Sonderexemplar zu bestellen. Wer dann doch mehr für die digitalen Medien ist, der kann es als E-Book hier erwerben.

So ein Buch ist doch schon mal eine gute Idee für Weihnachten, entweder für euren Wunschzettel oder für einen eurer Lieben!

Es grüßt euch aus der Sofaecke

Heike

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5 Gedanken zu “„Totenschmaus“ – Goldmann und Brandner, Teil 3 von Timo Leibig

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