„Die Augen des Iriden“ von Maja Loewe

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Wart ihr schon einmal von einem Buch so richtig überrascht? Mir ist es mit dem Buch von Maja Loewe „Die Augen des Iriden“ so gegangen!

In den letzten Monaten war es etwas turbulent in der Sofaecke und da habe ich dieses Buch ein bissel vor mir hergeschoben. Umso mehr hat es mich überrascht! Als ich es einmal angefangen hatte, durfte mich nicht einmal mein Mann ansprechen.

Henry von Irides ist ein sechzehnjähriger Junge, der mit seiner etwas seltsamen Mutter in einer riesigen Villa lebt. Sein Vater war ein bekannter Wissenschaftler und ist vor zehn Jahren gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Julius bei einer Expedition verschwunden, genau an Henrys Geburtstag. Seit diesem Tag ist seine Mutter seltsam geworden und Henry muss sich um vieles kümmern, auch bekommt er nur noch Hausunterricht und geht in keine Schule mehr.

Valeska Winterberg lebt in einem Internat. Ihr Vater ist erfolgreicher Geschäftsführer einer Gaming-Firma und viel im Ausland unterwegs. Valeskas Mutter ist tot. Valeska ist im Internat eher eine Außenseiterin und malt lieber an ihren Bildern. Auch die Chats mit Henry sind ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Als ihr dann der Mädchenschwarm der Schule eine Video schickt, in dem er sich selber das Leben nimmt, gerät Valeska in Panik, denn sie findet eine Waffe in ihrem Schrank. Sie weiß keinen anderen Ausweg, als zu Henry nach Berlin zu flüchten.

Sanje, Henrys Schwester, lebt in einer WG in Berlin und hat sich von der Familie völlig losgesagt. Sie hat ihren Traum verwirklicht und studiert an einer Schauspielschule.

Julia, die Mitbewohnerin von Sanje und Schwester von Julius, dem ebenfalls verschwundenen Mitarbeiter von Henrys Vater, arbeitet offiziell als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni, aber eigentlich testet sie eine künstliche Droge, die ihre Chefin geheim herstellt. Eine mysteriöse Droge, die auch Julia verändert.

Kommissar Mohnhaupt ist der ermittelnde Beamte, der sich um den angeblichen Selbstmord von Valeskas Klassenkameraden kümmert. Aber war es wirklich Selbstmord, oder hat Valeska ihre Finger im Spiel gehabt und ist deshalb untergetaucht? Sein Leben verläuft auch gerade nicht in ruhigen Bahnen, seine Exfreundin bekommt ein Kind von einem anderen Mann und das, wo Mohnhaupt doch noch so sehr an ihr hängt. Die eine oder andere Flasche Wein lässt ihn des Abends dann besser einschlafen.

Henrys Mutter verschwindet plötzlich ebenfalls spurlos und Henry bekommt Besuch von einer Ersatzlehrerin, die ihm ein seltsames Bild zeigt. Ehe Henry sich’s versieht, ist er mitten drin in diesem Bild und steht einem Vorfahren gegenüber, der ihm Wichtiges zu sagen hat. Was hat das zu bedeuten und was will diese Frau eigentlich von Henry?

In ihrer Not flüchtet Valeska zu Henry und dort erfahren dann beide, dass sie polizeilich gesucht wird. Sie müssen auch aus der Villa fliehen, aber wohin? Sanje! Ihre einzige Chance ist Sanje, die wird ihnen sicher Unterschlupf geben. Mit Sanje gehen die beiden zu Albert, ihrem ehemaligen Gärtner. Der kann so einige Geheimnisse aufdecken und verrät den dreien auch, was Henrys Augen mit der seltsamen Fähigkeit zu tun haben, in Bilder eintauchen zu können. Was haben Henrys Eltern damit zu tun, war doch seine Mutter eine bekannte Malerin und ihre Bilder wurden hoch gehandelt, bis eine mysteriöse Selbstmordserie im Rahmen einer Ausstellung ihre Karriere beendete?

Aber auch hier sind sie nicht vollkommen sicher!

Julia trifft Kommissar Mohnhaupt und entschließt sich, ihm alles zu erzählen, was es mit der künstlichen Droge auf sich hat und was das mit Henry und den anderen Iriden zu tun hat. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt und beide begeben sich auf eine gefährliche Reise.

Wer will Henry und seine Familie zerstören? Wer will sich die Fähigkeiten, die nur bestimmte Menschen haben, zu eigen machen? Und was hat Valeska mit alledem zu tun?

Gelingt es Henry und Valeska zu fliehen und alle in Sicherheit zu bringen, und was ist wirklich mit seinem Vater und Julias Bruder geschehen?

Ein Buch voller geheimnisvoller Situationen, Geheimbünde und Verschwörungen!

Das Buch besticht durch seine tiefsinnige und mit viel Spannung geschriebene Geschichte. Die einzelnen Personen sind fein gezeichnet und mit ihren vielen Eigenarten, Ängsten und Wünschen sehr präsent. Der Autorin gelingt mit ihrem Schreibstil, den Spannungsbogen immer weiter hochzuschrauben, bis er erst wenige Seiten vor dem Buchende in einem spektakulären Finale gipfelt. Die relativ kurzen Kapitel verführen dazu, immer noch eines lesen zu wollen und eh man sich’s versieht, ist das Buch zu Ende und die Nacht dem Tag gewichen. Ich bin eigentlich kein Fan von Büchern, in denen Geheimbünde irgendwelche Verschwörungstheorien aushecken, aber dieses Buch hat mir sehr gut gefallen und ich habe es in einem Rutsch verschlungen! Es ist als Jugendroman bezeichnet, aber auch Erwachsene mit einem Hang zu Geheimnissen und Verschwörungen werden hier ihre wahre Lesefreude haben!

Maja Loewe schreibt schon seit ihrer Kindheit und wurde damals von ihrer ebenso kreativen Oma inspiriert. Schon vor diesem Buch hat sie Lyrik und Kurzgeschichten veröffentlicht. „Die Augen des Iriden“ war Preisträger bei einem Crowdfundingwettbewerb und ist dann 2015 in der „Dark Edition“ des Papierverzierer Verlags erschienen. Das Buch stand auf der Longlist des Seraph Literaturpreises 2016.

Ich bin sehr gespannt, was Maja Loewe in Zukunft noch veröffentlicht: Eine Autorin, die man sich als Fan des Geheimnisvollen auf jeden Fall merken sollte.

Wen ich jetzt neugierig gemacht habe, der kann das Buch direkt auf der Verlagsseite, beim örtlichen Buchdealer oder beim schon bekannten Bücherwurm erwerben!

Wer mehr über Maja Loewes Veröffentlichungen erfahren will, der kann mal hier stöbern. Auch auf Facebook ist die Autorin vertreten!

Ich wünsche euch spannende Lesestunden!

Es grüßt euch aus der Sofaecke

Heike

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