Kulinarische Randgebiete neu entdeckt – Band 1: Pumpernickel

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Mögt ihr auch so gerne Pumpernickel? Was es auf sich hat mit diesem köstlichen Brot aus Westfalen, das könnt ihr in diesem Buch erfahren.

Westfalen ist ja nun nicht so das Gebiet, das am schönsten ist in Deutschland, aber eine Reise ist es mit Sicherheit wert und sei es nur um mal echtes und leckeres Pumpernickel zu essen!

In der Reihe „Kulinarische Randgebiete neu entdeckt“ aus dem Oktober Verlag haben Roland Tauber und Ulrich Elsbroek eine Hommage an das Pumpernickel geschrieben.

Ulrich Elsbroeck arbeitet als Texter für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit und hat schon zwei weitere Bücher im Oktober Verlag veröffentlicht.

Roland Tauber ist Mitbegründer und Verlagsleiter des Oktober Verlages und hat eine Leidenschaft fürs Kochen, die er auch in der Krimi-Reihe „Mord und Nachschlag“ zeigt.

Der Oktober Verlag hat dieses Jahr ein Jubiläum, denn er besteht nun seit 15 Jahren. Er wurde 2001 in Münster gegründet und hat seinen Schwerpunkt in der Belletristik. Neben der Krimi-Reihe, die einen großen Stellenwert einnimmt, gibt es noch die Essay-Reihe mit Büchern zu Fussball und Bier, das Gutzkow-Editionsprojekt und noch einige andere schöne und besondere Bücher. Es lohnt sich, einmal einen Blick auf die Verlagsseite zu werfen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei dem Verlag für die Zurverfügungstellung des Buches bedanken.

Nun aber zum Buch:

Schon am Einband kann man deutlich sehen, worum es in diesem Buch geht. Pumpernickel!

In sieben Kapiteln dreht sich alles um das leckere dunkle Brot der Westfalen. War es einst das „Arme-Leute-Essen“, so hat es sich bis heute zu einem festen Bestandteil der deutschen Küche entwickelt. Nicht nur in der „gut bürgerlichen“, sondern auch in der gehobeneren Küche finden wir immer wieder das dunkle Brot. War es früher wegen seiner gehaltvollen und gesunden Inhaltsstoffe ein gesundes und gut sättigendes Nahrungsmittel für die einfache Bevölkerung, so hat heute der herbe und süßliche Geschmack des Brotes einen festen Platz in der Küche erobert.

Dabei ist garnicht so viel an Zutaten in dem Brot drin, der Ur-Westfale würde nur zwei Zutaten nennen, häufiger sind es aber vier Zutaten, die das „Swattbraut“, wie es in Westfalen liebevoll genannt wird, entstehen lassen. Besonders ist dann die Zubereitung und erst mit der langen Backzeit entwickelt sich der so typische Geschmack des Brotes.

Nach der Zubereitung erzählen uns die Autoren etwas über den vielfältigen Einsatz in der heutigen Küche. Zu jedem Kapitel gibt es eine kleine historische Abhandlung und einen Rezeptteil. Denn eigentlich ist es ja doch ein kleines Kochbuch!

Liebevoll ausgewählte Rezepte wechseln sich so mit meist sehr überraschenden und oft auch lustigen historischen Anekdoten ab. Immer wieder kommen auch aktuelle Stimmen des Münsterlandes zu Wort und berichten über „ihr Pumpernickel“.

Die Rezepte sind sehr kreativ, übersichtlich aufgebaut und leicht nachzukochen. Auch für „Nicht-Westfalen“ wird auf das gut zu erwerbende Pumpernickel hingewiesen, denn wenn man mal einen genauen Blick ins Brotregal wirft, dann findet man in jeder Ecke Deutschlands Pumpernickel. In kleinen Packungen mit rechteckigen Scheiben, oder in Rollen mit kleinen runden Scheiben, die sehr beliebt auf Partys sind. Zumindest ist das hier in Sachsen so! 😉

Und dass man mit Pumpernickel mehr kann als nur eine deftige Bemme schmieren oder kleine Häppchen für die Party machen, das erfahren wir hier in diesem Buch.

Ich habe mir ein Rezept ausgesucht und es für euch mal probegekocht!

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Chili con Pumpernickel.

Eigentlich müsste es heißen Chili con Pumpne oder Chili con Carnickel, aber diese Namen wären dann doch zu irreführend. Wichtig ist aber, dass Fleisch in diesem Chili dabei ist. Die besonderen Zutaten sind nur das Altbier und das Pumpernickel. Das Rezept war leicht nachzukochen und die Zutaten gut zu besorgen. In Ermangelung des angegebenen Altbieres habe ich einfach auf das gute tschechische Bier zurückgegriffen. Das Ergebnis war schon eine geschmackliche Besonderheit, aber nicht im negativen Sinne. Das herbe Brot und das ebenso herbe Bier machen aus diesem Chili etwas, was man bei dem Namen Chili so garnicht erwartet und das liegt auch nicht nur an den asiatisch anmutenden Gewürzen.

Uns hat es sehr gut geschmeckt, auch wenn mir ein bissel die Gewürze zu schnell aus dem Streuer gepurzelt sind und es etwas scharf war. Im Rezept steht zwar, dass man das mit mehr Bier abmildern kann, aber dann wäre es mir zu herb geworden. Als Fazit kann ich sagen, dass es ein sehr leckeres Chili war und es bestimmt noch einmal gekocht wird, aber das echte Chili, das so lecker tomatig-scharf schmeckt, kann es nicht ersetzen. Was zu beachten ist, ist dass dieses Chili durch das Pumpernickel viel schneller sättigt und man so getrost auf das Brot oder die Nachos verzichten kann.

Das Buch habe ich mit sehr viel Freude gelesen und muss sagen, dass es nicht nur wegen der Rezepte sehr interessant ist! Welche berühmten Persönlichkeiten schon alles ihren „Senf“ zum Pumpernickel kundgetan haben, ist schon beeindruckend und der „Senf“ ist durchaus manchmal sehr amüsant!

Ein Buch, das auch mal ein wunderbares kleines Geschenk für Hobbyköche ist.

Es macht sich gut in jedem Kochbuchregal.

Wenn ihr nun Hunger habt, dann kann ich euch nur empfehlen, dieses kleine Büchlein zu kaufen und zwar entweder auf der Verlagsseite oder beim Bücherwurm.

Ich bin gespannt auch eure Meinung!

Es grüßt euch aus der Sofaecke

Heike

 

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