„Outlander: Die geliehene Zeit“ – eine große Liebe geht weiter!

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Eigentlich muss man ja sagen: Jahrhunderte sind vergangen und nun geht die Geschichte weiter!

Wie schon Band eins, ist auch Band zwei der berühmten Highland-Saga von Diana Gabaldon in einer neuen Übersetzung beim Droemer Knaur Verlag erschienen. An dieser Stelle meinen allerherzlichsten Dank für die Stunden voller Lesefreude an den Verlag, deer mir freundlicherweise das Buch zur Verfügung gestellt hat.

Noch einmal kurz zum Ende des ersten Bandes:

Claire und Jamie haben wieder zueinander gefunden, nachdem Black-Jack Randall Jamie bestialisch missbraucht hat. Auf der Überfahrt nach Frankreich, in ein aufregendes Leben, freuen sich beide über die Nachricht, dass Claire ein Kind erwartet.

Als ich die neue Übersetzung endlich in der Hand halten konnte, nachdem ich schon auf der Frankfurter Buchmesse sehnsüchtig darin geblättert hatte, musste ich erstmal schlucken! Mit 1128 Seiten und 970g ist es wahrlich kein Leichtgewicht, aber wenn man bedenkt, wieviele Jahrhunderte in dem Buch verpackt sind und wieviel Historie darin dem Leser näher gebracht wird, dann relativiert sich das und man fragt sich, wie Diana Gabaldon es geschaft hat, dass dieses Buch so „dünn“ und „leicht“ geblieben ist. Mich würde ja mal interessieren, wieviel Seiten das „Erstmanuskript“ hatte, ehe ein Lektor mit spitzer Feder es evtl. zusammengekürzt hat.

Aber nun endlich zum Buch.

Wie auch schon der erste Band, so kommt auch Band zwei mit einer sehr schönen Coveraufmachung daher. Keltische Zeichen und eine stilisierte Buchschließe geben dem Buch ein edles Aussehen. War bei Band eins noch die Grundfarbe blau, so haben wir hier ein verlaufendes warmes Ocker. Der Einband kann innen aufgeklappt werden und vorne erfährt man etwas über Bonnie Prince Charlie, der in der Geschichte Schottlands und so auch im Buch eine bedeutende Rolle spielt, war er doch für die alles entscheidende Schlacht und den Untergang der Highlander-Clans verantwortlich. Auf der hinteren inneren Umschlagseite findet man einige gälische Begriffe erklärt, die aber sicher den glühenden Anhängern dieser Bücher schon bekannt sind, wenn sie nicht gar schon die Sprache erlernt haben.

Inverness 1968.

Claire ist wieder zurück im 20. Jahrhundert. Nach der Geburt ihrer Tochter Brianna, die von Frank Randall als sein Kind angenommen wurde, absolvierte sie ein Medizinstudium und arbeitete erfolgreich als Ärztin. Nun, da Frank verstorben ist und Brianna alt genug ist, bricht sie mit ihr auf, um ihr endlich die Wahrheit über ihre Herkunft und vor allem über ihren Vater zu erzählen. Es wird wohl nicht so ganz einfach, einer jungen Frau, die den Mann, den sie immer für ihren Vater gehalten hat, glühend liebt, zu erklären, dass ihr eigentlicher Vater ein junger rothaariger Highlander ist, der vor 200 Jahren lebte. Da möchte niemand mit ihr tauschen. Aber Claire wäre nicht Claire, wenn sie es nicht gefühlvoll und mit hundertprozentiger Genauigkeit erzählen würde.

Um alles wirklich genau zu erzählen, holt sie sich Hilfe bei Roger Wakefield, dem Ziehsohn des verstorbenen Reverend Wakefield, der ihr damals nach ihrer Rückkehr vielleicht als einziger glaubte. Roger, mittlerweile ebenfalls Historiker, soll ihr helfen herauszufinden, wer von Jamies Anhängern damals den Jakobitenaufstand 1745 auf dem Schlachtfeld von Culloden überlebt hat. Jamie, so ist sich Claire sicher, hat nicht überlebt.

Roger fühlt sich zu Brianna hingezogen und lässt sich darauf ein, für Claire die Namen zu überprüfen. Claire merkt schnell, das Roger sie an jemanden erinnert und die Vermutung liegt nahe, dass auch Roger seinen Ursprung einige Jahrhunderte früher hat: Nur wer ist seine Mutter?

Als Roger Claire die Ergebnisse seiner Recherche erzählt, ist sie überwältigt und weiß nicht, was sie nun tun soll. Aber ehe sie irgendetwas entscheidet oder weiter plant, muss sie Brianna mit Rogers Hilfe die Wahrheit beibringen, die Wahrheit über ihren Vater James Fraser.

Hier beginnt nun der Mittelteil des Buches. Claire erzählt Brianna ihre Geschichte weiter, wie sie mit Jamie in Frankreich ankommt, dort Fuß fasst und wie beide beschließen zu versuchen, den alles entscheidenden „45er“ zu verhindern und bis zum Ende, als Claire sich entscheiden muss, zurück in das zwanzigste Jahrhundert zu gehen.

Was erleben Jamie und Claire in Frankreich und wird es ihnen gelingen, den Untergang der Clankultur zu verhindern, indem sie die Bemühungen Bonnie Prince Charlies sabotieren, und sind sie wirklich in Sicherheit vor den Machenschaften des skrupelosen Jack Randall?

Das Buch war, wie nicht anders zu erwarten, ein literarischer Genuss! Obwohl ich es vor ca. 12 Jahren schon einmal gelesen habe, fesselte mich die Geschichte bis auf wenige kleine Ausnahmen. Das Einzige, was den Lesegenuss etwas trübte, war das Gewicht und die Dicke des Buches. Es ist nicht so komfortabel, ein Taschenbuch mit so immens vielen Seiten und einem Gewicht von fast 1kg zu lesen. Hier hätte ich mir ein stabileren Einband, bzw. ein gebundenes Buch gewünscht. Das hat zwar ein höheres Gewicht, aber es lässt sich leichter mit einer Hand halten und lesen. Aber selbstverständlich hat mich das nicht vom Lesen abgehalten, hab ich es mir halt in meinem Sessel gemütlich gemacht und ein Kissen unter das Buch gepackt, so blieb eine Hand für Tee und Shortbread frei! 😉 Das Buch ist ein „MUSS“ für jeden Highlandfan und Fan der britischen Inseln. Diana Gabaldon ist es mal wieder wunderbar gelungen, echte Historie mit dichterischer Freiheit zu verknüpfen und daraus ein geschichtsträchtiges Meisterwerk zu machen! Das Lesen dieses Buches macht Lust, sich mit weiteren geschichtlichen Hintergründen zu beschäftigen und mir hat es gezeigt, dass es viel zu lange her ist, dass ich diese wunderbaren Inseln besucht habe. 2016 steht aber eine Reise nach Edinburgh an!

Ich kann euch schon einmal verraten, dass die Neuübersetzung von Band drei der Reihe im März 2016 herauskommt. Im Herbst 2016 kommt dann Band vier und damit sind dann die ersten vier Bände neu übersetzt; ab Band fünf waren sie schon immer ungekürzt übersetzt. Ebenfalls im März wird ein Malbuch zu der Outlander-Reihe herauskommen. Meine große Hoffnung ist, dass das jetzt irgendwann in Amerika erscheinende Kochbuch auch in deutscher Übersetzung erscheinen wird. Wenn dann noch ein Buch mit den wunderschönen Handarbeiten, die Claire in der VOX-Serie trägt, herauskommt, so ist mein Outlanderglück perfekt!

Ich bin mir sicher, ich habe euch nun neugierig gemacht und es gibt bestimmt noch Weihnachtsgeld oder Gutscheine, die dringend eingelöst werden müssen, also nur keine Hemmungen und ich verspreche euch wunderbare Lesestunden!

Erwerben könnt ihr das Buch beim Buchhändler eures Vertrauens, auf der Verlagsseite oder beim schon bekannten Bücherwurm!

Es grüßt euch aus der Sofaecke

Heike

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