Schmusi: der 100. gehört mir!

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Tja, was soll ich sagen, da ich ja selber überrascht bin! So schnell sind es 100 Beiträge geworden, die hier veröffentlicht wurden und das in einem halben Jahr! Wo soll das noch hinführen, bald ist das Internet voll und was dann?

Gut, zugegeben, die wenigsten sind von mir. Heike ist hier der Schreiberling, dicht gefolgt von Frank. Sie hat ja auch definitiv die meiste Zeit!

Wenn Ihr wüsstet, was ich an einem Tag alles abarbeiten muss, dann würdet ihr euch wundern, dass ich überhaupt noch Zeit habe hier manchmal meinen Senf dazuzugeben!

Gleich früh morgens, nach Heikes Meinung fast noch nachts, geht es los. Ich muss lautstark dafür sorgen, dass ich nicht verhungere und endlich mal jemand aufsteht. Habe ich dann endlich mein Frühstück und meine Dosenöffner haben sich gerade wieder im Bett aufgewärmt, bin ich schon fertig. Man soll ja nicht zuviel auf einmal essen, mehrere kleine Mahlzeiten sind genau richtig! Damit sie, meist Heike, nicht wieder zu tief einschläft und ich wieder so lange rufen muss, mache ich gleich wieder darauf aufmerksam, dass ich jetzt bitte schön die Heizungen etwas wärmer bräuchte und man mich ein gutes Viertelstündchen kraulen könnte! Meist klappt das gut und ich schnurre mich langsam in ein morgendliches Powernapping.

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Ich bin ja immer sehr besorgt um meine Dosenöffner. Man weiß ja nie, was so alles passiert auf dem Weg von meinem Schlafplatz zu den anderen Räumlichkeiten. Deshalb rufe ich dann nochmal, wenn sie so nach ca. 5 Minuten wieder ins Bett sind, um zu hören ob sie gut angekommen sind. Meist kommt dann als Antwort ein eher unwilliges „Schmusi! Ich will noch schlafen!“, aber mal ehrlich, ist es nicht um 6 Uhr an der Zeit sein Tagwerk zu beginnen?

Nicht lange, dann höre ich auch im Bad Wasser laufen und weiß, meine liebe Heike ist nun wach und munter 😉 Frank ist da wesentlich renitenter. Da gebe ich dann doch meist auf und denke mir meinen Teil zu seiner Schlafmützigkeit!

Wenn ich dann die Kaffeemaschine oder den Wasserkocher höre, werde ich langsam wieder wacher und schaue mal, ob ich frisches Futter bekommen habe. Denn welche Katze frisst Futter, welches schon 1,5 Stunden alt ist? Leider habe ich Heike das noch nicht hinreichend begreiflich machen können, aber ich arbeite intensiv daran. Ich knabbere also, mit sehr langen Zähnen, noch ein bissel an meinem Futter, warte auf mein morgendliches 2. Frühstück, meine Scheibe Putenbrust. Eine GANZE Scheibe, was ich hier nochmal deutlich betonen muss, damit es auch mein Frank versteht. Aber was will man erwarten von jemandem, der lieber Kekse statt Käserollies isst? Da braucht so einiges mal ein bissel länger. Dazu fällt mir ein, dass eine liebe Freundin, die Monika, unlängst sagte, dass das Krümelmonster keine neue Erfindung sei, sondern nach Franks Vorbild erstellt wurde. Nun suche ich an ihm aber vergeblich den blauen Pelz. Aus diesem Grunde untersuche ich immer sehr genau seine getragenen T-Shirts. Leider macht mich das immer gleich so müde, das muss am betörenden Geruch liegen, dass ich mich einkuschle und darauf einschlafe.

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Aber wo war ich stehengeblieben? Ach ja, das zweite Frühstück. Wenn dann alle am Frühstückstisch sitzen, ist es auch für mich langsam Zeit ein kleines Schläfchen zu machen. Das geht natürlich nicht ohne eine ausgiebige Streicheleinheit. Vorher frage ich dann noch nach den neuesten Neuigkeiten aus der Zeitung, meist habe ich sie dann schnell soweit, dass sie mir brav in „mein“ Zimmer, Heike behauptet fälschlicherweise es sei ihres, folgen und mich streicheln. Das Knurren ihres Magens stört mich dann aber doch so, dass ich sie schnell wieder an ihren Futternapf lasse. Irgendwann merke ich dann im Halbschlaf, dass meine Heike am Schreibtisch sitzt und wie wild auf der Tastatur rumhämmert. Ich dehne und recke mich ausgiebig und weiß, nun ist Zeit für Heikes Sofaecke und ich lasse mich auf meinem Schlafplätzchen neben dem Laptop nieder. So habe ich immer alles im Blick, was Heike so schreibt. Es ist auch besonders schön dort, weil mir der Lüfter des Laptops warme Luft auf mein zartes Bauchfell pustet und Heike immer mal eine Hand zum Kraulen frei hat.

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Tja, so vergeht der Tag meist mit Schläfchen, Kraulen und regelmäßigen Patrouillen durch die Wohnung. Die sind in meinem Alter nicht mehr so ausgiebig, aber ich weiß, dass meine Dosenöffner eh alles im Griff haben. Wenn allerdings wie gestern der riesige gelbe Sitzball vom Schrank direkt auf meinen Schlafplatz auf dem Hocker zugeflogen kommt und wie heute, wo so ein seltsammer Mann mit einem kleinen Köfferchen sich laut schnaufend an der Heizung zu schaffen machte und Heike was von Heizungswärme und Verbrauch erzählte, dann seht ihr, dass ich doch recht viel erlebe und auch die ein oder andere brenzlige Situation (siehe Ball) überstehe!

Wenn es dann langsam dunkel wird, dann wird es auch im Hause Richter ruhiger und Heike setzt sich dann, meist mit ihren lustig klappernden Nadeln oder einem Buch, neben mich und wir entspannen und lassen den Tag ausklingen. Zu Heikes großer Freude habe ich auch nicht mehr so großes Interesse an ihrem Wollknäuel, nur wenn sie zu lange liest und ich längere Zeit keine Hand in meinem Pelz spüre, muss ich sie darauf aufmerksam machen, dass kein Mord so wichtig ist wie ich!

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Manchmal sitzen sie auch lieber im Wohnzimmer und es läuft schöne Musik. Wenn die Heizung dann schön warm ist und Frank auf seinem Sessel sitzt, dann ist es dort auch sehr gemütlich.

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Ihr seht, mein Tag ist vollgepackt mit vielen Dingen, die ich zu erledigen habe. Kein Wunder also, dass ich zeitig darauf hinweise, manchmal auch geräuschvoll, dass es Zeit fürs Bett ist. Ich möchte schließlich auch noch ein bissel aus dem Fenster schauen, ehe ich schlafe, und deshalb soll dann doch zeitig alles erledigt sein, was heißt, meine abendliche Kraulsession ist vorbei, es ist dunkel und ruhig im Hause Richter und die Richters liegen schnarchend im Bett. Erst wenn meine geliebten Dosenöffner schlafen, dann rolle auch ich mich zusammen und träume von wundervollen Katern!

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Manchmal wird ein riesiger Koffer aus dem Keller geholt. Das heißt dann, meine Dosenöffner haben das Bedürfnis, mal wieder zu verreisen. Für meinen Geschmack wird ja Urlaub völlig überbewertet, aber ich habe sie noch nicht dazu bekommen, meiner Meinung Recht zu geben und die Koffer zu verschenken. Ihr seid doch sicher auch der Meinung, dass gerade Frank häufig genug in Urlaub fährt, fast jeden Montag bis Freitag! Also ist es doch nicht zuviel verlangt, wenn sie alle an den übrigen Tagen zuhause sind. Zu meiner großen Freude habe ich aber einen großen Fanclub und es kommen immer ganz liebe Menschen und trösten mich, bürsten mein seidiges Fell, sorgen für frisches Futter und streicheln meinen Trennungsschmerz weg. Wenn Frank und Heike dann zurück kommen, muss ich schon lautstark kundtun, dass es mir nicht gefallen hat und ich doch bitte nun das letzte Mal alleine gelassen worden bin. Sie müssen ja  nicht erfahren, dass ich es mir alleine zuhause auch durchaus gutgehen lasse 😉

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Von ihrem letzten Urlaub, einem Ort wo es schrecklich viel Wasser geben soll, haben sie mir ein paar Bilder mitgebracht. Das ist ja auch das mindeste, oder?

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Hübsch, aber doch ein bissel zu schüchtern!
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In der Ruhe liegt die Kraft, auch bei venezianischen Katzen!
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Huch, das ist ja keine Katze? Aber weiße Tauben sind auch interessant und so romantisch!

So, das soll es für heute gewesen sein. Es ist Zeit, Heike ein bissel vom arbeiten abzuhalten und meine Mauzarien zu üben!

Es grüßt euch von der Fensterbank

Schmusi

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