Frank und Heike waren in Venedig!

10 Jahre kennen wir uns jetzt, und dieses Jahr haben wir es nun endlich einmal nach Italien geschafft! Das Reiseziel war eine der schönsten Städte der Welt – Venedig!

Angereist sind wir entspannt mit der Eisenbahn per ICE und EuroCity über München und den Brennerpass. Das Alpenpanorama war schon grandios, und es war interessant zu sehen, wie die Landschaft nach und nach immer mediterraner wurde.

Als wir in der „Biberrepublik“ eintrafen, war es dann allerdings bereits dunkel, so dass wir einige Mühe hatten, im Gewirr der dunklen Gassen unser kleines Hotel zu finden. Es befand sich in einem alten Gemäuer (wo sonst? Gibt ja nichts anderes in Venedig) und trug den sehr unbescheidenen Namen Ca‘ Contarini (wobei Ca‘ venezianisch für Palast steht). Wenn die Heizung ordentlich funktioniert hätte, wäre es aber ganz in Ordnung gewesen.

Da wir den Palast freilich durch die Hintertür betreten hatten, begaben wir uns am selben Abend noch zum Zentrum der „Unwahrscheinlichsten der Städte“, dem Markusplatz, und es war genauso märchenhaft, wie man es sich vorstellt. (Abgesehen vom fehlenden Mondschein.)

Insel San Giorgio Maggiore
Die Insel San Giorgio Maggiore mit der gleichnamigen Kirche

Es folgten sechs Tage Bummeln, Bootfahren und Sightseeing, was insofern anstrengend war, als das Auge kaum zur Ruhe kam, da es so viele schöne Dinge zu sehen gab. Bis auf den ersten, sonnigen Tag hatten wir die ganze Zeit Nebel, daher war die Stadt besonders romantisch! (Drei neblige Tage hätten aber auch gereicht.)

Die Piazzetta am Markusplatz im Nebel

Am beeindruckendsten waren Markuskirche und Dogenpalast; hier kann man alleine gut und gerne einen Tag verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt. An dieser Stelle lässt sich sehr gut nachvollziehen, dass Venedig im Mittelalter und in der Zeit der Renaissance eine der reichsten Städte Europas war. Nicht umsonst trug der Doge seit der Eroberung Konstantinopels im Jahre 1204 auch den Titel „Herr über ein Viertel und die Hälfte eines Viertels der Reiches der Römer“!

Mit "Meyers Ober-Italien" vor der Markuskirche
Mit „Meyer’s Ober-Italien“ vor der Markuskirche
Daselbst, im Hintergrund die Kopie der Quadriga
Daselbst, im Hintergrund die Kopie der Quadriga
Tintorettos „Paradies“ im Saal des Großen Rates

Außerdem haben wir uns noch einige Museen und Paläste angesehen, und darüber hinaus etliche Kirchen; aber nicht alle, sondern nur etwa 20 der bedeutenderen ;-). Besonders schön fanden wir Santa Maria Gloriosa dei Frari mit dem Altarbild von Tizian (der auch hier begraben wurde). Alles in allem Prunk und Luxus ohne Ende! Man konnte sich gar nicht satt sehen.

 

Blick vom Campo San Rocco auf die Frarikirche
Im Palazzo Mocenigo
Im Palazzo Mocenigo

Übrigens, bevor die Frage kommt: Nein, Tauben haben wir nicht gefüttert. Und Gondel sind wir auch nicht gefahren. Wohl aber Vaporetto: den Canal Grande rauf und runter, was besonders abends, wenn die Paläste erleuchtet waren, sehr eindrucksvoll war. Außerdem kreuz und quer durch die Lagune zu einigen Inseln – nach Murano, der Glasbläserinsel; nach Burano, der Insel der Spitzenherstellung; und schließlich nach Torcello, im Mittelalter noch eine Großstadt, heute fast verlassen, nur noch die ehemalige Kathedrale kündet von der einstigen Bedeutung der Insel. Den Lido haben wir dagegen links liegengelassen (war ja auch kein Badewetter).

Auf dem Canal Grande
Auf dem Canal Grande

Das eine oder andere mal waren wir natürlich auch im Wirtshaus! Besonders beeindruckend und überraschend lecker: Spaghetti mit Tintenfisch!

Im übrigen sind die Italiener ja sympathischerweise ausgesprochene Süßmäuler, und so kamen wir nicht umhin, das eine oder andere Gebäck auszuprobieren.

"Essi Buranei", die berühmten S-förmigen Kekse von der Laguneninsel Burano!
„Essi Buranei“, die berühmten S-förmigen Kekse von der Laguneninsel Burano!

Sehr beeindruckend war in diesem Zusammenhang auch der Rialtomarkt, wo neben Obst und Gemüse vor allem diverses Meeresgetier angeboten wurde. Einiges war sogar noch lebendig und krabbelte umher…

Einige unserer Mitbringsel!
Einige unserer Mitbringsel!

Natürlich konnten wir vor Ort nicht alles probieren, aber wir hatten ja eine große Tasche mit…!

Es waren also wundervolle Tage, und der November ist (wenn man wie wir etwas Glück mit dem Wetter hat) gar keine so schlechte Reisezeit für Venedig, während der Sommer mit Hitze, Mücken und noch mehr Touristen hier doch ziemlich anstrengend sein kann. Wir können also jedem einen Besuch dieser schönen Stadt nur empfehlen! Und mit der Bahn kommt man als Frühbucher schon ab 39 Euro an die Adria!

Für uns war es bestimmt nicht die letzte Italienreise, aber als nächstes stehen England und natürlich immer wieder Tschechien ganz oben auf dem Zettel!

Es grüßen euch, mittlerweile wieder vom Schreibtisch in Wustermark bzw. aus der Leipziger Sofaecke,

Frank und Heike

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3 Gedanken zu “Frank und Heike waren in Venedig!

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