„Barfuß durch Scherben“ von Hannah Siebern

Barfussueberscherben

Hannah Siebern hat in ihrem Roman „Barfuß im Regen“ über Janna und ihren Weg zurück ins Leben geschrieben. Nun ist Jannas Schwester Luisa die Hauptperson; ihr Leben ist gerade alles andere als leicht, und dann erkrankt die Mutter!

Luisa ist glücklich mit Tanju, ihrem chinesischen Freund. Die beiden lieben sich sehr, aber Tanju muss zurück in seine Heimat. Für Luisa kein Problem, wird sie ihm doch wenige Wochen später folgen und für ein Jahr bei ihm bleiben. Gleiches Recht für alle, schließlich hat ihre Schwester Janna auch ein Austauschjahr in Mexiko verbringen dürfen; dass sie alles vergeigt hat, ist ja nicht die Schuld von Luisa.

Wenn es nach Janna gehen würde, dann würde Luisa mit absoluter Sicherheit nicht nach China gehen. Will sie doch ihre kleine Schwester vor den gleichen Fehlern bewahren, die sie gemacht hat und die so schmerzlich waren, dass sie sie heute noch nicht ganz verwunden hat. Auch wenn sie mit Josh die Liebe wieder gefunden hat und mit ihm glücklich ist, so bleiben doch die Narben der Vergangenheit zurück.

Luisa war sehr froh, dass Janna mit Josh in Namibia zu einem Praktikum war, so konnte sie wenigstens hier ohne den Einfluss ihrer Schwester ihre Chinareise planen.

Doch dann kommt alles anders als Luisa sich das vorstellt. Ihre Mutter erkrankt schwer an Krebs und es besteht wenig Hoffnung auf Heilung. Luisa ist geschockt! Was soll nun passieren? Janna kehrt sofort aus Namibia zurück und verlangt von Luisa, dass diese ihre Chinareise verschiebt. Luisa ist mehr als wütend: Kaum ist ihre Schwester wieder da, mischt sie sich in ihr Leben ein und sie soll nicht zu Tanju fahren? Das kann ja wohl nicht sein. Wäre sie doch eh momentan lieber woanders als zuhause, wo sie zuschauen muss, wie ihre Mutter unter der Krankheit leidet und Janna versucht, den Haushalt im Sinne ihrer Mutter aufrecht zu halten. Das betrifft für Janna aber nicht nur den Haushalt an sich, sondern auch, dass sie ein besonderes Auge auf Luisa hat, was dieser so überhaupt nicht gefällt.

Als wenn Luisas Leben nicht schon genug aus den Angeln gehoben ist, trifft sie auch noch den überaus attraktiven Kurt. Nach einer Party, bei der Luisa so viel getrunken hat, dass sie sich an nichts mehr erinnert, landen die beiden im gleichen Bett. Am nächsten Tag sieht Tanju ein Bild von Luisa und Kurt, auf dem sie hemmungslos knutschen.

Der Satz „Lass uns Freunde bleiben!“ gepaart mit der Erinnerungslücke sorgt dafür, dass Luisa sich von Kurt zurückzieht und ihn monatelang nicht zu Gesicht bekommt, was ihr nur Recht ist.

Dann kommt „Rock am Ring“! Luisas beste Freundin Kiki hat Karten und Luisa bekommt die Erlaubnis mitzufahren. Dort muss sie aber feststellen, dass auch Kurt zu der Gruppe gehört. Luisa ist total verwirrt. Warum lässt sie die Anwesenheit nicht kalt und was will plötzlich Kikis Bruder von ihr? Kann sich Luisa auf Kurt einlassen? Oder doch Frederic?

Doch es kommt alles anders. Janna ruft an und Luisa muss sofort nach Hause fahren! Kommt sie noch rechtzeitig? In der Phase, in der Luisa am dringendsten eine Stütze an ihrer Seite bracht, erfährt sie, dass Kurt nicht Kurt ist und ein falsches Spiel mit ihr gespielt hat. Doch Kurt will Luisa nicht verlieren. Gibt es eine Auflösung und erfährt Luisa, wer Kurt wirklich ist? Haben beide eine Zukunft?

Schon das erste Buch von Hannah Siebern hat mich total begeistert und auch in diesem Buch ist es diese ganz besondere Art zu schrieben, die besticht. Alles ist so klar formuliert und man spürt die Sorgen, Ängste und Nöte der Hauptprotagonisten nur zu deutlich! Aber doch schreibt sie, als würde sie die Geschichte der besten Freundin erzählen. Die Charaktere bekommen hier in dem Buch noch mehr Tiefe und Kontur. War es im ersten Buch Janna, so ist es jetzt Luisa, deren Nöte und Ängste einen ein bissel mitleiden lassen. Aber auch ihr jungendliches Ungestüm und ihre Begeisterung für die Musik färben auf einen ab und man kann es sich in allen Farben vorstellen, was sie erlebt.

Das Buch spricht mit der Krankheit der Mutter ein sensibles Thema an, aber die Autorin weiß genauso sensibel damit umzugehen. Mit den Berührungsängsten, die Luisa plötzlich mit ihrer Mutter hat, mit dem Wunsch die Augen zu verschließen und nicht sehen zu müssen wie es ist, wenn ein geliebter Mensch langsam vergeht. Ein Buch welches genauso zum Nachdenken anregt, wie zum Lachen und Weinen!

Ich durfte Hannah auf dem Autorenfrühstück auf der Frankfurter Buchmesse kennenlernen. Ich kann euch sagen, so sensibel und feinfühlig wie sie schreibt, so liebenswürdig und sympathisch ist sie auch!

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Jetzt seid ihr bestimmt alle neugierig geworden! Dann ran an den Rechner. Die Abende werden länger und dunkler, und da kann man wunderbar auf dem Sofa mit einem Buch entspannen. Vielleicht braucht ihr auch noch ein Geschenk für Nichte, Schwester oder Tochter, selbstverständlich solltet ihr auch nicht vergessen euch selber mal zu beschenken! Die Bücher von Hannah Siebern sind dafür perfekt! In wieviel Tagen war nochmal Weihnachten? 😉

Erwerben könnt ihr das Buch hier.

Schreibt mir doch mal, wie euch das Buch gefallen hat! Es gibt übrigens noch mehr tolle Bücher von Hannah Siebern. Schaut euch mal um! Bald wird es auch eine kleine Verlosung geben, wo es auch ein Buch und andere Nettigkeiten von der Autorin zu gewinnen gibt. Es lohnt sich immer mal wieder vorbei zu schauen, oder gleich in meine „Verfolgergruppe“ beizutreten! 🙂

Es grüßt euch aus der Sofaecke

Heike

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2 Gedanken zu “„Barfuß durch Scherben“ von Hannah Siebern

  1. Ich kenne die Nubila-Reihe von Hannah Siebern. Ebenfalls sehr gelungen. Schon lange möchte ich diese Diamond Guys lesen, die sie zusammen mit anderen Autorinnen geschrieben hat. Und natürlich auch den ersten Teil hierzu. Und und und… Viel zu wenig Zeit für so viele Autoren!
    Lg, Emma

    Gefällt 1 Person

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