„Bluttänzer“ – Auftakt einer Krimireihe der sächsischen „Krimifürstin“

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Schwarzenberg im Erzgebirge, eine Gerichtsmedizinerin mit einem Alkoholproblem und eine „nett“ drapierte Leiche auf dem Marktplatz – wenn das nicht die Zutaten für einen wunderbaren Psychothriller sind!

Das Buch wurde mir freundlicherweise von Blanvalet zur Verfügung gestellt, dafür meinen herzlichen Dank für spannende Stunden!

„Der Bluttänzer“ ist der Auftakt zu einer Krimireihe von Eva Fürst. Die Hauptprotagonistin ist die Rechtsmedizinerin Maja Heuberger. Maja lebt in Zwickau und arbeitet beim Institut für Rechtsmedizin in Leipzig, das heißt, sie pendelt zwischen Seziertischen in Zwickau, Chemnitz und Leipzig hin und her. Ein Job, der stressig ist und einem alles abverlangt. Aber Maja ist der Stress und die vielen Wochenendbereitschaften ganz Recht, so muss sie nicht so viel darüber nachgrübeln, was auch ihrer Tochter geworden ist. Hannah ist im Urlaub mit ihrem Freund in Ungarn vor einigen Jahren spurlos verschwunden. Niemand hat sie mehr gesehen und niemand weiß, was geschehen ist. Majas Ehe ist daran zerbrochen und so hat sie nur noch ihre wenigen Freunde, die Arbeit und ihren größten Freund, den Rotwein. Sie trinkt zuviel, das weiß sie, aber wie sonst soll sie Abends zur Ruhe kommen, wie sonst soll sie vergessen?

So war sie auch an dem Morgen, als ihr Diensthandy klingelte und sie zu einem Mordopfer auf dem Marktplatz in Schwarzenberg gerufen wird, noch ziemlich benebelt von mehreren Flaschen Dornfelder am vergangenen Abend, aber ein paar Pfefferminz werden es schon richten.

In Schwarzenberg angekommen, findet sie einen schaurigen Tatort vor. Eine junge blonde Frau ist in Kreuzigungspose auf dem Marktplatz zur Schau gestellt. Getötet und mit Bissspuren am Hals. Wer ist zu so einer perfiden Tat fähig? Am Tatort stellt Maja fest, dass irgend etwas mit dem Mund und den Augen des Opfers nicht stimmt. Als sie die Tote auf dem Seziertisch hat, macht sie eine grausige Entdeckung! Die Ermittlungen laufen auch Hochtouren und auch der neue Kommissar Andreas Melzer hat noch keine heiße Spur. Aber Maja ist ihm aufgefallen. Bahnt sich da etwas an? Doch ehe die Kripo auch nur ansatzweise eine Spur hat, schlägt der Mörder wieder zu. Ein Serienmörder in Sachsen! Die Presse und das Fernsehen überschlagen sich mit Berichten und Maja und Andreas bleibt kaum Luft zum Atmen. Da wäre auch noch Majas guter Freund Peter, eine leicht verkrachte Existenz und studierter Psychologe mit einem Hang zum Morbiden. Er hat die Fähigkeit, sich ganz in den Mörder hineinzuversetzen und so macht er sich mit Maja auf die Suche nach dem Bluttänzer und ehe Maja sich versieht, wird die ganze Geschichte für sie lebensgefährlich!

Mich hat das Buch begeistert und in anderthalb Tagen hatte ich den Mörder gefasst! Ich lese sehr gerne Bücher, die an Orten spielen, wo ich mich auskenne oder wo ich schon einmal gewesen bin. Nun war ich zwar noch nie in Schwarzenberg, aber das wird ja nicht der einzige Tatort gewesen sein und so war ich nicht nur dabei, sondern mittendrin. Zu wissen, wie es an einem Ort des Geschehens aussieht, welche Straße der Täter gerade entlangfährt, hat seinen besonderen Reiz. Das kam also noch als I-Tüpfelchen oben drauf, denn auch der Schreibstil von Eva Fürst hat mich mitgerissen und Maja ist so im Detail gezeichnet, dass man sie förmlich vor den Augen hat. Auch die übrigen Charaktere bekommen durch die Feder der Autorin ein Gesicht und ihre eigenen Merkmale. Man sieht Maja und ihren schwulen Freund Konrad, Chefredakteur einer Frauenzeitschrift, direkt vor sich, wie Konrad im Kaufrausch Maja durch die Einkaufsmeile in Berlin zieht.

Es ist wirklich ein absoluter Thrillergenuss, dieses Buch zu lesen. Ein „Muss“ für jeden Fan des perfiden Psychothrillers! So ganz ist er allerdings nicht geeignet für Leser mit schwachen Nerven, aber die sollten eh keine Thriller lesen, wenn sie nachts noch schlafen wollen.

Eva Fürst hat dieses Jahr auch schon den zweiten Band ihrer „Maja-Heuberger-Reihe“ herausgebracht. Den werde ich euch hoffentlich auch bald vorstellen!

Erwerben könnt ihr dieses wunderbare Buch natürlich auch, und zwar entweder direkt auf der Verlagsseite oder wer es stilsicher mag, der kauft sich einen sächsischen Krimi natürlich nur in einer sächsischen Buchhandlung, dem Bücherwurm.

Auch immer schön an die Weihnachtsgeschenke denken! Gibt es denn was schöneres als Weihnachten einen guten Krimi geschenkt zu bekommen und dann mit dem bunten Teller ab aufs Sofa und erst nach den ganzen Feiertagen wieder vom Sofa hochkommen…?

Es grüßt euch aus der Sofaecke

Heike

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