Wellen, Wisente und Wikinger – unser kleiner Ostseeurlaub!

Kürzlich waren wir einige Tage auf der Insel Usedom; hier nun einige Eindrücke von unserem kleinen Urlaub!

Am Strand
Am Strand

Nachdem uns unser obligatorischer Tschechien-Urlaub im Mai nach Iglau geführt hatte, wollten wir endlich auch mal wieder ans Meer. Und da bot sich von Leipzig aus natürlich die Ostsee an! Unser Ziel war das polnische, aber nur einen Katzensprung hinter der Grenze gelegene Ostseebad Swinemünde (polnisch: Świnoujście), wo wir eine kleine Ferienwohnung am Stadtrand beziehen konnten.

Keine Windmühle, sondern die Swinemünder Mühlenbake (ein Seezeichen)
Keine Windmühle, sondern die Swinemünder Mühlenbake (ein Seezeichen)

Zwar war es im September schon ein bisschen frisch, aber da wir ja nun nicht so die Baderatten sind, hat uns das herbstliche Wetter weniger gestört. Der Vorteil: Dafür war es nicht so voll, und man konnte relativ ungestört am Strand entlangspazieren.

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Übrigens waren gefühlte 80% der anderen Urlauber deutsche Rentner, aber die haben abends wenigsten keinen Krach gemacht, so dass wir bei offenem Fenster schlafen und das Meer rauschen hören konnten! (Wenn der Sturm mal etwas nachließ.)

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Swinemünde selbst muss man nicht unbedingt gesehen haben; die weitgehende Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg und der nachfolgende sozialistische Aufbau hinterließen weniger schönen Spuren. Da das Kurviertel von Parks und Wald umgeben ist, kann man aber schön spazierengehen; es gibt auch etliche nette Wirts- und Kaffeehäuser. Am besten gefallen hat uns das Cafe Wieża im Turm der ehemaligen Lutherkirche!

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Wollin ist heute ein unscheinbaren Landstädtchen mit gerade einmal 5.000 Einwohnern. Durch archäologische Ausgrabungen konnte aber nachgewiesen werden, dass sich hier vor 1000 Jahren die slawische Stadt Julin oder Jumne befand, die damals zu den größten Städten Europas gehörte und von vielen Forschern mit der Vineta-Sage in Verbindung gebracht wird. Etliche Grabungsfunde sind im örtlichen Heimatmuseum zu besichtigen, ansonsten erinnert nur noch die restaurierte Nikolaikirche an den Ruhm Wollins.

So vergeht der Ruhm der Welt: die einstige Ostseemetropole Wollin
So vergeht der Ruhm der Welt: die einstige Ostseemetropole Wollin

Sehr sehenswert war allerdings das in der Nähe gelegene archäologische Freilichtmuseum, wo eine Slawen- und Wikingersiedlung nach archäologischen Befunden rekonstruiert wurde. Es werden auch Tiere gehalten, und im Sommer ist das Dorf sogar bewohnt!

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Recht unspektakulär war dagegen der Besuch des Wisentgeheges in der Nähe von Misdroy (Międzyzdroje) auf der Insel Wollin. Man konnte sechs gelangweilte Wisente, einen gelangweilten Hirsch, zwei gelangweilte Seeadler und zwei sehr gelangweilte Wildschweine besichtigen.

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Ein bisschen gewandert sind wir auch, so auf den „Kaffeeberg“ in der Nähe von Misdroy – allerdings hielt der Name nicht, was er versprach; immerhin hatten wir ein schöne Aussicht.

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Sicherlich wollt ihr auch wissen, ob es immer genug zu essen und zu trinken gab! Dies war selbstverständlich der Fall. Wir konnten feststellen, dass die polnische Küche sehr Fleisch-, Kartoffel- und Rote-Bete-lastig ist, außerdem gab es immer und überall sehr leckeren Fisch – geräuchert oder gebraten.

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Für die beiden naschhaften unter uns waren darüber hinaus an der Strandpromenade sehr schöne Eis- und Waffelstände aufgebaut! Tee und Teilchen sind in Polen sehr zu empfehlen, mit dem Kaffee und mit dem Brot haben sie es dagegen nicht so.

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Alles in allem konnten wir feststellen: Für einen Kurzurlaub an der Ostsee ist Swinemünde eine gute Wahl!

Emma
Emma

Es grüßen euch (mittlerweile wieder daheim)

Frank und Heike

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