„Schick in Schal(e)“ von Sarah Hatton

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Herbstanfang – genau die richtige Zeit, um die ersten Schals und Tücher „spazieren zu tragen“! Wer neue Inspirationen braucht und mal was besonderes machen möchte, für den ist das Buch der bekannten englischen Strickdesignerin Sarah Hatton genau das Richtige!

Sarah Hatton hat schon als Kind das Stricken gelernt und seitdem ist sie ihm verfallen. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Designerin, immer im Bereich Handstricken. Sie arbeitet zum Beispiel für Rowan und hat schon einige Designs für die Firma entworfen, die in den Rowan-Magazinen veröffentlicht wurden. Nach einigen Jahren hat sie sich dann selbstständig gemacht und konzentrierte sich weiter auf Strickkleidung und das Perfektionieren von Techniken. Sie hat mittlerweile einige Bücher und Designs veröffentlicht.

Das Buch „Schick in Schal(e)“ wurde mir freundlicherweise von der Verlagsgruppe Droemer Knaur zur Verfügung gestellt, an dieser Stelle herzlichen Dank dafür!

In diesem Buch finden wir 22 Anleitungen, raffinierte Stolen, Tücher und Westenschals in den unterschiedlichsten Techniken.

Das Buch hat keinen festen Einband, sondern ein Paperback. Das Cover ist optisch ansprechend. Insgesamt hat das Buch 136 Seiten und kostet 16,99 Euro.

Zum Inhalt: Nach einem kurzen Vorwort werden die einzelnen Modelle auf einer Doppelseite gut dargestellt. Man bekommt gleich Lust anzufangen. Das Angebot ist vielfältig und für jeden Geschmack ist ein Modell dabei. Auch Stricker mit weniger Erfahrung können die Modelle nachstricken. Allerdings sollten schon Grundkenntnisse da sein. Danach kommen alle Anleitungen. Diese sind sehr übersichtlich aufgebaut und auch Zählmuster sind gleich mit in der Anleitung dabei, also ist kein umständliches herumblättern nötig. Jede Anleitung beginnt mit einem farbig unterlegten Kästchen, in dem dann genau die Maße, das benötigte Garn, ggf. Zusatzmaterial (z.B. Perlen), die Nadelgröße, Maschenprobe und die verwendeten besonderen Stricktechniken aufgelistet sind. Bei den Stricktechniken steht auch gleich die Seite, wo man diese nachlesen kann. Im Anschluss an die Anleitungen kommt ein Kapitel mit Tragemöglichkeiten einiger Projekte. Hierauf folgt dann das Kapitel mit den Beschreibungen einzelner Stricktechniken, wie z.B. verkürzte Reihen, Möbiusanschlag, usw. Es werden nur die speziellen Stricktechniken beschrieben, die auch für die Anleitungen gebraucht werden. Am Ende gibt es noch ein paar allgemeine Hinweise und Informationen zu den verwendeten Garnen.

Natürlich habe ich auch wieder eine Anleitung ausprobiert:

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Ich habe mich für einen kleinen Steckschal mit Blätterbordüre entschieden.

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Die Anleitung war an sich sehr klar und verständlich geschrieben, aber einige Kleinigkeiten stimmten nicht ganz mit der gezeigten Abbildung überein. Ich denke, das ist auf Fehler in der Übersetzung zurückzuführen. Aber mit eine bissel Achtsamkeit war das kein Problem! Es war so gut erklärt, dass diesen Schal wirklich auch Strickneulinge mit weniger Erfahrung nachstricken können, und er geht ganz schnell von der Hand.

Meinen Schal habe ich nicht aus der angegebene Wolle gestrickt, sondern aus einer handgefärbten Sockenwolle (75/25) meiner Lieblingshandfärberin Edda Foken, Herrin über den Wolltopf bei Farbularasa. Da ich die gleichen Nadeln verwendet habe, aber das Garn eigentlich ein bissel dünner war, hat sich an der Größe des Schals nicht viel geändert, er ist aber sehr leicht und locker. Die Farbe changiert zwischen einem dunkleren Blau und einem etwas helleren Türkiston, zusammen mit einem goldenen Glitzerfaden. Das Ergebnis wirkt sehr edel und ist auch als reiner „Schmuckschal“ ein leuchtender Hingucker.

Hier nochmal eine Detailaufnahme der Blätterbordüre. Einmal wie sie in der Anleitung stand (links), und einmal wie es auf dem Bild im Buch zu sehen war (rechts).

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Der Clou des Schals ist der kleine „Tunnel“, durch den man die andere Seite jeweils durchstecken kann. Der Schal wird in zwei Teilen gestrickt, mit verkürzten Reihen deutet man schon eine leichte Bogenform an. Am Ende wird er dann in der oberen Mitte mit der „3-Nadel-Abkettmethode“ zusammengefügt. Es ist zwar eine Naht zu sehen, aber die ist so genau Masche neben Masche, dass sie sich gut ins Gesamtbild einfügt (und beim Tragen ja eh im Kragen verschwindet). Diese Methode ist wirklich sehr einfach und ihr findet eine Anleitung im Internet oder in diesem Buch.

Es hat mir wieder viel Spass gemacht, dieses Buch zu testen, und ich werde sicher noch das ein oder andere Teil aus diesem Buch nacharbeiten!

Erwerben kann man dieses Buch, welches schon 2014 erschienen ist, natürlich auch: Bei eurem lokalen Bücherdealer, auf der Verlagsseite oder beim Bücherwurm.

Denkt daran, bald ist er da, der Herbst mit vielen kalten und windigen Tagen. Da ist so ein kleiner Schal genau das Richtige! Auch die Weihnachtsgeschenke sollte man schon einmal planen.

Es grüßt euch aus der Sofaecke, heute mal mit Halsweh

Heike

 

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