Diana Gabaldon „Outlander – Feuer und Stein“

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Die Highland-Saga von Diana Gabaldon hat unter den Liebhabern der historischen Romane schon mehr als Kultstatus! Auch ich habe sie schon gelesen, vor vielen, vielen Jahren.

Umso mehr freute es mich, dass ich die Neuübersetzung des ersten Bandes über Jamie und Claire vom der Verlangsgruppe Droemer Knaur  zur Verfügung gestellt bekommen habe und mich wieder in die Welt der schottischen Highlands um 1743 begeben durfte. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an den Verlag!

Zeitgleich zur Ankunft des Buches lief auf VOX die Serie zum Buch und ich habe das Experiment gewagt, zuerst die Serie, die mir ohne Frage sehr gut gefallen hat, zu Ende zu schauen und dann erst das Buch zur Hand zu nehmen um zu schauen, welche Unterschiede es gibt.

Nun aber zum Buch.

Das Buch kommt schon in einer sehr edlen Aufmachung daher: Blauer Einband mit einem Prägemuster, keltisches Kreuz mit Blättern und Disteln umkränzt und silberne Schrift. Eine stilisierte silberne Schnalle gibt dem ganzen ein edles Aussehen. Auf der Innenseite findet man historische Informationen bis zur Schlacht in Culloden.

Das erste Band wurde in Deutschland 1995 unter dem Namen „Feuer und Stein“ in einer gekürzten Übersetzung veröffentlicht. Ab dem 4. Band hatte Diana Gabaldon dann eine neue Übersetzerin, Barbara Schnell, die auch einen persönlichen Bezug zu den Büchern hatte, und es war immer ihr Wunsch, die drei ersten Bücher neu übersetzen zu lassen. Diese Neuübersetzung liegt nun, ungekürzt, als wunderschön gemachtes Buch vor mir.

Es ist die Geschichte von Claire und Jamie. Meiner Meinung nach eine der schönsten Liebesgeschichten der Gegenwartsliteratur!

Claire und Frank Randall haben vor Beginn des 2. Weltkrieges geheiratet und sind nun, 1946, nachdem alles vorbei ist, zu einer zweiten Hochzeitsreise in die schottischen Highland aufgebrochen, auch um nach den langen Jahren der Trennung wieder zueinander zu finden. Franks große Leidenschaft für Ahnenforschung und die Historie führen sie nach Inverness. Er ist dort auf den Spuren seines Vorfahren Jonathan Randall und Claire, die im Krieg als Krankenschwester arbeitete, interessiert sich für die Blumen und Heilkräuter der Highlands. So kommt es, dass sie in einem alten Steinkreis noch einmal nach einer besonderen Blume schauen will, einen Stein berührt und sich plötzlich in einer ihr zwar irgendwie bekannten, aber doch fremden Umgebung wiederfindet. Als ihr dann ein englischer Offizier begegnet und es sich herrausstellt, dass es Jonathan Randall, der Vorfahre ihres Mannes, ist, kann sie es nicht glauben. Ehe ihr dieser Offizier aber zu nahe treten kann, wird sie von einem schottischen Highlander geschnappt und weggebracht. Nun ist sich Claire sicher, dass sie nicht mehr im Jahre 1946 und zufällig in Filmaufnahmen hineingestolpert ist – sie hat eine Zeitreise gemacht.

Jamie Fraser wurde auf seiner Rückkehr aus Frankreich verletzt und wird nun von Claire versorgt, so dass die Gruppe um Dougal McKenzie sich nach Hause aufmacht, zur Burg Leoch. Claire nehmen sie mit. Sie sind sich nicht sicher, ob sie nicht doch eine englische Spionin ist. So kommt sie nach Burg Leoch und stellt fest, dass sie ins Jahre 1743 zurück gesprungen ist. Sie muss lernen sich zurechtzufinden, denn es scheint, dass sie nicht so schnell wieder in die Nähe des Steinkreises kommt, um versuchen zu können, zurück zu Frank zu kommen.

Je länger sie im 18. Jahrhundert ist, desto schwieriger wird es für sie und irgendwann muss sie sich die Frage stellen, ob sie überhaupt zurück möchte. Aber bis dahin müssen Claire und Jamie erstmal einige Hindernisse aus dem Weg räumen und sich aus diversen Gefahren retten.

Ich habe zu Anfang nicht erwartet, dass mich das Buch wieder so sehr fesseln würde. Ich befürchtete, dass sich die Spannung nicht einstellt, wo ich doch gerade erst die Geschichte als Film gesehen hatte. Aber diese Sorge zerstreute sich schnell, sind doch im Buch einige Handlungsstränge anders und einige nicht vorhanden, aber auch einige vorhanden, die in der Serie fehlen. So dass beide, Buch und Film, zwar die gleiche Geschichte erzählen, sich aber doch ein bissel unterscheiden. Für mich war es ja das zweite Lesen und wieder habe ich fast atemlos die Geschichte verfolgt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen!

Diana Gabaldon vermischt auf wunderbare Weise historische Fakten mit erzählerischer Fiktion und macht daraus ein Buch von ganz besonderer Art. Man ist mitten im Geschehen und ist gefangen von der detaillierten Erzählung.

Es ist für mich sicher nicht das letzte Mal, dass ich ein Buch von Diana Gabaldon gelesen habe und auch sicher nicht das letzte Mal, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn immer wieder ist man berauscht von den schottischen Highlands und von der Geschichte von Jamie und Claire.

Dieses Buch ist ein absolutes „Muss“ für alle Fans von historischen Romanen und allen Fans der schottischen Historie!

Es gibt mittlerweile viele Seiten und Foren im Internet, die sich mit diesem Buch beschäftigen. Auch auf Facebook wird man fündig und kann sich ausstauschen mit „Gleichgesinnten“.

Als ein Beispiel für eine, wie ich finde, sehr schöne Website möchte ich die Seite Outlander Germany nenne. Eine sehr informative Seite und von hier aus findet man wiederum viele Punkte im Internet, z.B. eine Facebookseite,  die sich mit den Büchern von Diana Gabaldon befassen. Hier findet man aber auch Informationen um die Bücher drumherum, z.B. Rezepte.

Einen sehr schönen BLOG möchte ich euch auch noch ans Herz legen. Outlander Deutschland findet ihr hier.

Auch die offizielle Homepage von Diana Gabaldon möchte ich hier empfehlen. Dort findet man nicht nur ein Verzeichnis alles bisher in den Büchern vorgekommenen Personen, sondern auch andere Neuigkeiten rund um die Bücher.

Natürlich möchte ich euch auch ans Herz legen, das Buch zu erwerben. Das könnt ihr bei eurer Buchhandlung vor Ort, oder hier.

Fast zum Schluss kann ich euch noch verraten, dass der 2. Band in ungekürzter Neuübersetzung im Herbst 2015 und der 3. Band im Herbst 2016 erscheint.

Wem die Bücher von Diana Gabaldon gefallen, der mag sicher auch die Bücher von Pia Guttenson. Hierzu kann ich euch auf die Rezension von Das steinerne Tor – die Rückkehr verweisen.

Da am Wochenende ja kein so schönes Wetter werden soll, kann ich euch nur empfehlen euch noch schnell mit Lesestoff einzudecken! Was kann es schöneres geben, als bei Sturm und Regen auf dem bequemen Sofa zu sitzen, einen leckeren Tee zu trinken und ein gutes Buch zu lesen!

Es grüßt euch aus der Sofaecke!

Heike

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3 Gedanken zu “Diana Gabaldon „Outlander – Feuer und Stein“

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