MORDSOMMER

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Heute morgen am Frühstückstisch fiel mein Blick auf die Bücherseite der aktuellen LVZ-Ausgabe. Was sehe ich da? Eine kleine Besprechung zu einem Buch, das ich vor einigen Wochen gelesen habe. Das kann ich besser, dachte ich und hier ist nun das Ergebnis!

Rudi Jagusch habe ich auf der Buchmesse 2014 bei einer Lesung im Krimikeller der Centralkabaretts entdeckt. Als es dann Anfang des Jahres die Möglichkeit gab sein neues Buch zu rezensieren, war ich zu meiner großen Freude bei den Glücklichen, die ein Buch zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Rudi Jagusch wuchs, wie ich, im Bergischen Land auf und fiel mir vielleicht deswegen gleich ins Auge, weil ich ja doch eine Schwäche für „heimatnahe“ Krimis habe. Er lebt jetzt mit seiner Familie im Vorgebirge, in der Nähe von Bornheim. Aus der Riege der wirklich guten Krimischriftsteller in der Region ist er nicht wegzudenken und es wird auch langsam Zeit, seine Bücher etwas größflächiger übers gesamte Bundesgebiet zu streuen! Denn ich finde, er muss sich mit seinen Regionalkrimis keinenfalls verstecken!

Nun zum Buch.

Die Staatsanwältin Nina Lehmann scheint am Ziel ihrer Karriere angekommen. Gewonnener Prozess, und dann noch die Frage des scheidenden Oberstaatsanwaltes, ob sie seine Nachfolge antreten würde. Besser kann die Zukunft kaum werden – aber schlechter?
Zuhause erwartet sie eine seltsame anonyme Nachricht. Die Schatten der Vergangenheit scheinen sie einzuholen. Ihre Karriere ist in Gefahr. Wer ist der Absender und vor allem: Was will er? Soll sie es einfach ignorieren und die Schatten der Vergangenheit wegwischen? Doch dann kommt noch eine Nachricht und die beweist, dass das strenggehütete Geheimnis ihrer Jugend ans Licht zu kommen droht. Eine Aufforderung zu einem Treffen in dem kleinen Eifeldorf Mauel.
Wer kann es sein, wo doch alle Stillschweigen gelobt haben?
Nina macht sich auf den Weg.
Dort angekommen, treffen nach und nach fast alle Mitglieder ihrer ehemaligen Clique ein. Wer ist der Initiator dieses seltsamen Treffens, kann sie den anderen trauen und vor allem: Kann sie sich selber trauen, nach allem was geschehen ist?
Im Gasthof in Mauel erwartet sie die nächste Nachricht und alle brechen am nächsten Morgen zu einer Wanderung auf. Wird diese Klarheit bringen?
Das perfide Spiel der Rache beginnt!

Rudi Jagusch schafft es auch in diesem Buch, den Spannungsbogen nicht nur oben zu halten, sondern auch noch unaufhörlich zu steigern. Der Leser fiebert mit und verfolgt atemlos die doch auch gruselige Geschichte der Freunde. Parallel zur Gegenwart wird in Rückblenden die Geschichte der Clique am Anfang der 90er Jahre erzählt. Ein doch sehr spezielles „Hobby“ vereint die Jugendlichen und endet in einer grausamen Katastrophe!
Dieses Buch ist ein Muss für alle Freunde des Thrillers. Es ist aber definitiv nichts für schwache Nerven und zart besaitete Naturen!

Mit diesem Buch festigt der Autor den Platz in der 1. Liga der deutschen Kriminalschriftsteller.

Es war das dritte Buch von Rudi Jagusch, welches ich gelesen habe und nach Die Sau ist tot das zweite, das in der Eifel spielt – und ich bin immer wieder begeistert! Ich kann euch die Bücher nur empfehlen und bin selber schon ganz gespannt, wann etwas Neues herauskommt!

Einen schönen Samstag wünscht euch aus der Sofaecke

Heike

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