Die Sau ist tot

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Heute habe ich ein Buch für euch, das ich euch nur ans Herz legen kann. Gelesen habe ich es schon vor ein paar Monaten, aber es ist einfach genial geschrieben und ich hab’s in wenigen Tagen, oder sollte ich besser Stunden sagen, verschlungen!

Rechtsanwalt Florian Lobowski muss sich die Frage stellen, ob man einen besten Freund aus der Schulzeit verteidigen kann, der des Mordes an seinem Schwiegervater angeklagt ist. Nicht nur tot ist Hubert Rechkemmer, sondern Klaus Schmelzer soll ihn auch noch den Schweinen zum Fraß vorgeworfen haben.
Wie wird aus dem ehrbaren, korrekten und dynamischen Handwerker ein Mörder? Was musste passieren, damit Klaus Schmelzer zu so einer finalen Lösung greift?
Klaus Schmelzer kehrt nach Jahren in Ludwigshafen in seine Heimat, die Eifel, zurück und macht sich dort als Elektroinstallateur selbstständig. Um schnell finanziell auf die Beine zu kommen, zieht er erstmal wieder in sein Elternhaus. Als er auf dem Sommerfest in Giesdorf Helene, die graue Maus aus der Schulzeit, wiedertrifft, wähnt er sich im 7. Himmel! Helene ist zu seiner absoluten Traumfrau geworden und nichts kann schöner sein als diese Frau zu heiraten. Nach anfänglicher Skepsis und einigen Hürden heiraten Klaus und Helene dann schnell und ziehen auf Helenes elterlichen Hof. Doch nicht alle sind froh über diese Hochzeit und schnell hat Klaus mehr Gegenspieler als er sich wünschen kann. Auch finanziell wird das Eis immer dünner. Eine Frage wird doch immer entscheidender: Was für seltsame Dinge geschehen auf dem Rechkemmer-Hof und in welche kriminellen Machenschaften ist Hubert Rechkemmer verwickelt? Die Schlinge um den Hals von Klaus zieht sich immer weiter zu und schließlich gibt es nur noch eine Lösung. Die Familie beschließt: Hubert muss verschwinden und zwar absolut spurlos! Was ist einfacher, als ihn zu töten und ihn dann aufgefressen als Mist auf die Felder zu streuen? So erkennt Hubert niemand mehr!
Doch ist das wirklich die alles entscheidende Lösung für Klaus‘ Probleme…?

Der Autor schreibt hier über etwas, das hinter jeder Türe in Deutschland passieren könnte. Er packt es in einen derartigen Spannungsbogen, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann. Das Buch hat zwei Erzählebenen: Klaus trifft sich mit seinem Rechtsanwalt in der Untersuchungshaft und nötigt ihn dann, sich seine ganze Geschichte anzuhören; so springt man zwischen zwei Zeiten, was die Spannung immer auf einem hohen Level hält.
Das Ende jedoch passiert dann doch eine große Überraschung!

Rudolf Jagusch ist mit diesem Buch eine Meisterleistung gelungen. Er spielt damit in Deutschlands oberster „Krimiliga“ und muss sich meiner Meinung nach auch international mit diesem Buch nicht verstecken!

Eifelkrimis gibt es mittlerweile einige, aber wenige können die Stimmung in der Eifel gut beschreiben. Rudolf Jagusch ist dies wunderbar gelungen und man kommt sich vor wie mittendrin und nicht nur wie dabei!

Viel Spass beim Lesen wünscht euch aus der Sofaecke

Heike

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